Reifen ABC

Hier können Sie sich über die "Materie Reifen" informieren!

Im Überblick

Reifenkürzel im Überblick

Nachschlagewerk für alle Reifen Abkürzungen!

Tabelle für alle Reifenkürzel
ABE Allgemeine Betriebserlaubnis
A/T AllTerrain / Meist auf 4x4 Fahrzeugen die zu beiden Teilen Gelände sowohl Straße geeignet sind
BSW Black Side Wall / komplett schwarzer Reifen. Info bei Offroadreifen.
C-Reifen Bezeichnung für Reifen die für Transporter und kleinere LLKW Geeignet sind.
Demo Demontagereifen (waren schon einmal auf Neufahrzeugen montiert)
DOT Einheitliche Kennzeichnung zum Herstellerdatum.
EMT Extended Mobility Tire
i.A. in Vorbereitung / der Reifen kommt demnächst auf den Markt
J Reifen für Jaguar
M+S Mud and Snow / zu Kennzeichnung für Reifen die geeignet sind Matsch und Schnee Fahrbahnen. Allerdings keine Bezeichnung für einen reinen Winterreifen. Bezeichnung ist auch auf Ganzjahresreifen zu finden.
M/T MudTerrain / Für 4x4 Fahrzeuge die das schwere Gelände suchen
MO, MOE Reifen für Mercedes
N0, N1, N2, N3 Reifen für Porsche
OWT Out White Tyres / Reifen mit weißer außen Wand oder weißen Streifen. Meist für Oldtimer und Allradfahrzeugen.
OWL, WL Out White Lines / Reifen mit weißen Streifen an der Außenwand. Meist für Oldtimer und Allradfahrzeugen.
RF reinforced / Attribut für Reifen die Zugelassen sind für LLKW, SUV und andere Fahrzeuge mit erhöhter Zuladung.
RFT Runflateigenschaften / Notlaufeigenschaften (Bridgestone)
ROF Runflateigenschaften
S/T StreetTerrain / Für 4x4 Fahrzeuge die mehr auf der Straße unterwegs sind
SSR Supporting runflat Tire
XL Extra Load; Bezeichnung für höhere Tragkraft
* Reifen für BMW Fahrzeuge
2RP, 4PR, 6PR, 8PR, 10PR Kennzeichnet Reifen mit erhöhter Tragfähigkeit. Zum Beispiel für L-LKWs, LKW und Transporter. Teilweise auch bei Offroadreifen und SUVs.

Alle Angaben ohne Gewähr

nach oben

Von A bis Z

Stichwortverzeichnis:

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Z

A

ABE: Abkürzung für "Allgemeine Betriebserlaubnis"

Abrieb: Beim Fahren, Bremsen und Anfahren mit dem Auto werden sowohl die Oberfläche der Reifen als auch der Straßenbelag abgerieben.

Abrollumfang: Die von einem beliebigen Punkt der Lauffläche zurückgelegte Strecke bei einer Radumdrehung. Damit ist der Abrollumfang abhängig vom Reifendurchmesser, er hat Einfluss auf die Getriebeübersetzung sowie den Tachoantrieb. Ausgehend vom Serienreifen hat ein Pneu mit kleinerem Abrollumfang eine Tendenz zu kürzerer Übersetzung. Die Beschleunigung wird günstig beeinflusst, bei Topspeed aber könnte der Drehzahlmesser im roten Bereich stehen. Zudem bringt der kleinere Reifen eine größere Tachovoreilung. Akzeptabel sind Toleranzen von plus 1,5 % und minus 2,5 %. Bei größeren Abweichungen muss zumindest eine Korrektur der Tachoanzeige erfolgen.

Alterung: Verschiedene Faktoren können den Reifenalterungsprozess beeinflussen: Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Wärme und Kälte etc. Um einen Leistungsabfall zu verhindern, werden der Gummimischung Substanzen zugegeben, die den Alterungsprozess stark verlangsamen. Nach zehn Jahren sollten Sie Ihre alten Reifen jedoch durch neue ersetzen.

Anforderungsprofile: Siehe auch Tragfähigkeit Jeder Reifen hat die Tragfähigkeit des Fahrzeuggewichtes sicherzustellen sowie möglichst hohe Antriebskräfte, Bremskräfte und Seitenkräfte zu übertragen - auf trockener Fahrbahn, bei Feuchtigkeit, Nässe, auf Schnee und Eis. Weitere Anforderungen: Hochgeschwindigkeitsfestigkeit Robustheit Abriebfestigkeit niedriger Rollwiderstand geringe Geräuschentwicklung Federungseigenschaften gutmütiges Fahrverhalten Alterungsbeständigkeit

Anhalteweg: Bremsweg plus Reaktionsweg ergibt den tatsächlichen Anhalteweg. Der Anhalteweg auf trockener Straße bei einer Reaktionszeit von 0,3 s und bei einer Reaktionszeit von 1,7 s
50 km/h = 17,93 m = 37,38 m
70 km/h = 30,02 m = 57,24 m
100 km/h = 53,41 m = 92,30 m
130 km/h = 83,11 m = 133,66 m

Aquaplaning: Aufschwimmeffekt, wenn die Menge des auf der Straße stehenden Wassers nicht mehr von den Drainagerillen des Reifens kanalisiert werden kann.

Aufstandsfläche: Der Bereich, mit dem der Reifen den Untergrund berührt.

Auswuchten: Anbringen von Gewichten an der Felge, um den Rundlauf des Rades zu gewährleisten. Schlecht ausgewuchtete Räder beanspruchen Reifen, Radlager und Radaufhängung übermässig.


nach oben

B

Bar: Bar ist eine Maßeinheit für den Luftdruck.

Bionik: Von der Natur lernen und das Gelernte in die Technik übertragen.

BioTRED: Bezeichnung für den ersten Füllstoff aus einem nachwachsenden Rohstoff: Mais. Er ermöglicht eine umweltfreundlichere Reifenherstellung sowie einen niedrigen Rollwiderstand, der durch den geringeren Spritverbrauch Benzin und damit auch Geld sparen hilft. Zudem werden für die Sicherheit wichtige Merkmale des Reifens, wie z. B. das Nassbremsen, verbessert. BioTRED wird bis jetzt nur im Goodyear GT 3 eingesetzt.

Bordsteinparken: (Siehe auch Karkasse) Das forsche Überfahren von Bordsteinkanten kann zu Quetschungen der Karkassfäden und damit zu einem Reifendefekt führen.

Breitreifen: Siehe auch Aquaplaning Es gibt keine einheitliche Definition für Breitreifen, meistens sind damit Reifen mit einer Flankenhöhe von 55 und kleiner gemeint (z. B. 205/55 R 16). Vorteile: deutliche Zunahme an Fahrstabilität wesentlich bessere Lenkpräzision Einbau größerer und wirksamerer Bremsanlagen ist möglich bessere Hochgeschwindigkeitstauglichkeit

Bremsweg: Die Strecke, die während des Betätigens des Bremspedals zurückgelegt wird. Auf die Länge des Bremsweges haben Einfluss: Reaktionsdauer Bremsansprechdauer Bremsenschwellzeit Fahrbahnbeschaffenheit (Art, Nässe) Reifenzustand (Fabrikat, Profiltiefe, Fülldruck) Geschwindigkeit.


nach oben

C

Cordfäden: Siehe auch Wulst, Diagonalreifen, Gürtelreifen, Radialreifen, Fäden, die als entscheidender Festigkeitsträger aus Rayon, Nylon oder Polyester gefertigt werden. Das Gewebe ist in das Gummi eingebettet. Der Verlauf der Fäden von Wulst zu Wulst bestimmt die Reifenbauart. Es gibt Diagonal- und Radialreifen.

C-Reifen: C steht für Commercial und bezeichnet Reifen mit höherer Tragfähigkeit und verstärktem Unterbau.


nach oben

D

Diagonalreifen: Bezeichnet einen Reifen, bei dem die Cordfäden schräg zur Laufrichtung angeordnet sind.

DOT-Nummer: Das namensgebende amerikanische "Department of Transportation" verlangt eine Reihe von Angaben zum Aufbau des Reifens, die in Form von Zahlencodes auf der Seitenwand zu finden sind. Meistens ist damit jedoch das Herstellungsdatum des Reifens gemeint. Das Reifenalter wird verschlüsselt angegeben. So bedeutet zum Beispiel "327" die 32. Woche des Jahres 1997. Ab dem Jahr 2000 werden die Bauwoche und das Baujahr eines Reifens vierstellig dargestellt. Das bedeutet, die letzten vier Ziffern geben Bauwoche und Baujahr des Reifens an - zum Beispiel "1602" bezeichnet die 16. Woche des Jahres 2002.


nach oben

E

Eagle: Erfolgreiche Goodyear Produktfamilie sportiver Hochleistungsreifen.

ECE-Kennzeichnung: § 36 StVZO schreibt unter Punkt 4 (Reifenbezeichnung) folgende Reifenkennzeichnungen vor: Reifen an Fahrzeugen mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h müssen mit folgender Kennzeichnung versehen sein: Reifengröße, Reifenbauart, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie und Herstellungsdatum (bzw. Reifenerneuerungsdatum). Außerdem ist seit dem 01.10.1998 die E-Kennzeichnung vorgeschrieben.

Einpresstiefe: Als Einpresstiefe bezeichnet man den Abstand zwischen der Radmitte und der inneren Auflagefläche der Felge auf der Radnabe, der Bremstrommel oder der Bremsscheibe. Eine positive Einpresstiefe (z. B. ET +25) besagt, dass die Felge weiter nach innen (also in Richtung Fahrzeugmitte) baut als nach außen.

EMT: Siehe auch Notlaufeigenschaften "Extended Mobility Technology" - Reifen mit Notlaufeigenschaften. EMT-Reifen können selbst nach einem vollständigen Luftdruckverlust noch Entfernungen bis 80 Kilometer bei einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h überbrücken. Genug, um sicher den nächsten Reifenfachhändler zu erreichen.

Ersatzrad: Fünftes Rad, das weitgehend unbeachtet und unbenutzt im Wagen mittransportiert wird.


nach oben

F

Fabrikatsbindungen: Bei PKWs/Motorrädern wurden in den Fahrzeugpapieren Reifenfabrikate und Reifentypen namentlich aufgeführt. Damit durften bei der Ersatzbeschaffung ausschließlich die genannten Reifen verwendet werden. Dieser Beschluss wurde im Februar 2000 für PKWs aufgehoben.

Fahrphysik: Es wirken verschiedene Kräfte auf das Fahrzeug, die durch den Reifen aufgefangen werden müssen. Dazu zählen: Motorkraft, Fliehkraft, Bremskraft, Reibungskraft, Längskräfte (Anfahren, Beschleunigen und Bremsen), Quer- und Seitenkräfte (Fahren in Kurven).

Fahrwerksgeometrie: Zur Fahrwerksgeometrie zählen u. a. Sturz, Spur und Nachlauf. Eine Umrüstung ohne Anpassung der Fahrwerksgeometrie hat oft negative Auswirkungen, z. B. höhere Lenkkräfte oder Verlust von Geradeauslauf.

Felgenbezeichnungen: Die international gebräuchlichen Größenangaben für Felgen - zum Beispiel 7 J x 15 - bezeichnen die Radbreite von Felgenhorn zu Felgenhorn, hier sieben Zoll, sowie den Durchmesser, hier 15".

Flanke: Siehe auch Geschwindigkeitsklassen, Karkasse, Seitenwand Als Flanke bezeichnet man die Seitenwand des Reifens. Sie beeinflusst Fahreigenschaften und Komfort.

Flankenhöhe: Die Flankenhöhe steht im Verhältnis zur Reifenbreite. Das bedeutet, dass bei einer Reifengröße von 175/70 R 13 S der Wert 70 (70 % der Reifenbreite) die Höhe des Reifens angibt. Man redet von einem Reifen der Serie 70. Es gibt zurzeit Serien von 80 bis 25. Ab einem Wert kleiner als 55 spricht man von Breitreifen.

Fliehkraft: Kraft, die das Fahrzeug in Kurvenfahrten nach außen drängt - und zwar umso stärker, je höher Fahrzeugmasse und Fahrzeuggeschwindigkeit sind.

Formel 1: Königsklasse des Motorsports. Goodyear ist mit derzeit 368 gewonnenen Grand-Prix-Rennen mit großem Abstand der erfolgreichste Reifenhersteller in der Formel 1.

Freigängigkeit: Die Reifen und Felgen dürfen weder der Karosserie zu nahe kommen noch Fahrwerkskomponenten wie Bremse und Spurstange streifen.

Fülldruck bei Breitreifen: Siehe auch Luftdruck Grundsätzlich gilt, dass ein Breitreifen mit dem gleichen Luftvolumen wie das Serienmodell auch den gleichen Luftdruck benötigt. Aus Gründen der Betriebssicherheit verlangen Breitreifen unter Umständen jedoch andere Fülldruckwerte als Serienreifen. Das ist abhängig von der Gewichtsbelastung des Reifens, der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs und dem Load-Index LI. Anhaltspunkt für die Fülldruckwerte sind in jedem Fall die Angaben des Reifenherstellers und der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs.


nach oben

G

Ganzjahresreifen: Siehe auch Vector Eigenständige Reifenkonstruktion mit ausgewogenen Eigenschaften für sommerliche wie auch für winterliche Bedingungen. Bei Goodyear zusammengefasst in der "Vector"- Produktfamilie.

Geländereifen: Siehe auch Wrangler Reifen mit besonderen Eigenschaften wie beispielsweise der Kerbzähigkeit für den Einsatz abseits befestigter Straßen und im Gelände. Bei Goodyear in der Wrangler-Produktfamilie zusammengefasst.

Geschwindigkeitsklassen: Auch Speed-Index (SI) genannte Maximalgeschwindigkeit, für die ein Reifentyp freigegeben ist. Die einzelnen Kategorien:
Höchstgeschwindigkeit für PKW-Reifen; SI km/h Q=160 R=170 S=180 T=190 H=210 V=240 W=270 Y=300 und ZR Über 240 km/h
Höchstgeschwindigkeit für C-Reifen (Pneus für größere Fahrzeuge) SI km/h K=110 L=120 M=130 N=140 P=150 Q=160 R=170 S=180 T=190

Gummimischungen: Ein Reifen kann aus bis zu 16 verschiedenen Gummimischungen bestehen. Die genaue Zusammensetzung behalten die Reifenhersteller jedoch stets für sich. Um einen guten Reifen zu erhalten, werden viele Anforderungen an die Gummimischung gestellt: geringer Abrieb Rissfestigkeit Rutschwiderstand geringer Rollwiderstand dynamische Beständigkeit Luftdichtigkeit Alterungsbeständigkeit.

Gürtelablösung: Siehe auch Lauffläche Bei einem Reifen mit zu niedrigem Luftdruck entstehen durch die verstärkte Walkarbeit Temperaturen von bis zu 120 °C. Es kommt speziell im Schulterbereich zu partieller Materialüberhitzung, wodurch sich Teile der Lauffläche ablösen können.

Gürtelreifen: Siehe auch Karkasse Der Gürtel über der Karkasse besteht - meist in mehreren Lagen - aus verdrillten, messing- und gummibeschichteten dünnen Stahldrähten. Darüber liegt eine Abdeckung aus einer Endlosbandage, die die Hochgeschwindigkeitstauglichkeit und den Rundlauf verbessert. Folgende Vorteile bietet der Gürtel: entscheidende Verbesserung der Fahreigenschaften verminderter Rollwiderstand Senken der Temperatur geringe Blockbewegung in der Lauffläche weniger Schlupf bessere Fahrstabilität- reduzierter Abrieb gute Lenkreaktion und Stabilität. Achtung: Stahlgürtel können rosten. Deshalb muss ein Reifen, der eine so tiefe Verletzung an der Oberfläche hat, dass Feuchtigkeit (auch Luftfeuchtigkeit) an den Stahlcord gelangen kann, sofort aus dem Verkehr gezogen werden.


nach oben

H

Herstellung: Siehe auch Kautschuksorten Schwerpunkte der Reifenherstellung sind: die definierte Mischung von verschiedenen Kautschuksorten und chemischen Zusätzen die Herstellung unterschiedlicher Cordgewebe für die Karkasse die Herstellung von hochfestem Stahlcord für den Gürtel die Wulstbefestigung der Rohreifenbau als Endmontage das Vulkanisieren in der Heizpresse die umfassende Endkontrolle jedes einzelnen Reifens.

High-Performance-Reifen: Hochleistungs-Breitreifen mit der Bezeichnung HP (High Performance) oder UHP (Ultra High Performance). Diese Reifen verfügen häufig über ein laufrichtungsgebundenes Profil, das durch einen Pfeil gekennzeichnet sein kann.

Hochgeschwindigkeits- tauglichkeit: Um die Hochgeschwindigkeitstauglichkeit zu ermitteln, muss ein Reifen auf dem Rollenprüfstand seine max. Geschwindigkeit (Speed-Index) eine Stunde lang halten. Im anschließenden Test wird die Geschwindigkeit alle zehn Minuten um 10 km/h erhöht, bis zum Defekt.

Höhenschlag: Abweichung vom Rundlauf des Reifens in horizontaler oder vertikaler Richtung. Nur in extremen Fällen von Höhenschlag - der bei heutigen Produkten so gut wie nicht mehr vorkommt - ist Harmonisieren notwendig. Dabei wird mit einer speziellen Maschine der Höhenschlag durch Abfräsen von Laufflächengummi verringert oder ganz beseitigt.

Hump: Siehe auch Luftdruck Wichtiger Bestandteil moderner Reifen. Bezeichnet eine an der Felgenschulter rundumlaufende Ausbuchtung. Meist sind auf der Felgenkontur zwei Humps vorhanden (Rad-Innenseite und -Außenseite). Diese sollen dafür sorgen, dass der Reifenwulst bei Querbelastung und zu geringem Luftdruck nicht in das Felgenbett springt.

Hydrodynamischer Effekt: Bezeichnet den beschleunigten Wasserabfluss durch pfeilförmige, laufrichtungsgebundene Profile und neuartige Formen der zur Seite verlaufenden Kanäle.


nach oben

I

Innenseele: Bezeichnung für jene Gummischicht, die im Inneren des schlauchlosen Reifens für die luftdichte Abdichtung des Innenraums sorgt.

Intermediates: Bezeichnung aus dem Motorsport für Rennreifen mit vor Ort handgeschnittenem Profil, die bei feuchter oder abtrocknender Straßenoberfläche den besten Kompromiss darstellen.


nach oben

K

Kalander: Walzensystem, in dem die Cordfäden beidseitig dünn mit Kautschuk beschichtet werden.

Karkasse: Dieser wesentliche Bestandteil des tragenden Reifenunterbaus verleiht dem Pneu seine Festigkeit und sorgt für Zusammenhalt. Besteht heute zumeist aus "Rayon" genannten Kunstfasern.

Kalander: Walzensystem, in dem die Cordfäden beidseitig dünn mit Kautschuk beschichtet werden.

Kautschuksorten: Es gibt verschiedene Kautschuksorten. Neben dem Naturkautschuk (der in äquatornahen Plantagen aus dem Saft des Hevea-Baumes gewonnen wird) setzt man heutzutage vermehrt auf Kunst- oder Synthesekautschuk.

kPa: kPa (Kilopascal) ist eine Maßeinheit für den Luftdruck.
1 kPa = 0,01 bar
1 bar = 100 kPa

Kräfte am Reifen: Siehe Fahrphysik.

Kraftschlussbeiwert: Siehe auch Reibbeiwert Auch Reibbeiwert genannt. Dieser Wert gibt die Rauheit verschiedener Materialpaarungen, d. h. zwischen Körperunterseite (z. B. Reifen) und Unterlage (z. B. Straße), wieder und wird mit dem griechischen Buchstaben µ (My) bezeichnet. Kleine Werte stehen für eine glatte, rutschige, reibungsarme Materialpaarung. Bei hohen Werten steigen die zu überwindenden Reibungskräfte.


nach oben

L

Lamellen: Siehe auch Winterreifen Feine Einschnitte im Profilblock, die wie kleine Mikrogreifkanten wirken. Bei Winterreifen erhöhen sie zum Beispiel die Traktion beim Anfahren und Bremsen.

Last-Index LI: Auch Load-Index (LI) genannt. Der Last-Index ist Teil der Größenbezeichnung des Reifens und gibt Auskunft über die Tragfähigkeit. Um die maximale Belastung pro Reifen zu ermitteln, muss man die Kennziffer mit einer Tabelle vergleichen. Die Angaben im PKW-Bereich reichen von LI 50 = 190 kg bis LI 124 = 1.600 kg.

Lauffläche: Siehe auch Wulst Die Lauffläche hat direkten Kontakt mit der Fahrbahn und ist gemeinsam mit den übrigen Reifenkomponenten für die Kraftübertragung zuständig. Sie muss Beschleunigungs- und Bremskräfte in Längsrichtung und Querkräfte beim Lenken und in Kurven realisieren. Die Qualität der Lauffläche wird sehr stark vom Unterbau (Gürtel, Karkasse), der Wulst- und Seitenpartie, ganz entscheidend aber von der Gestaltung des Profils auf dem Laufstreifen bestimmt.

Laufflächenmischung: Von ihr hängt wesentlich das Leistungsniveau eines Reifens im Fahrbetrieb ab - bei Nässe oder Hitze und bei der Übertragung von Seiten- oder Längskräften. Selbst die Laufleistung und das Geräuschverhalten werden von der Laufflächenmischung mitbestimmt.

Laufleistung: Die Einsatzdauer eines Reifens hängt vom Fahrzeug, der Fahrweise und vielen anderen Faktoren ab. Bei Fahrzeugen mit Frontantrieb kann die Laufleistung der Hinterreifen dreimal so hoch sein wie die der Vorderreifen. Grundsätzlich gilt: Die gesetzliche Restprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern.

Laufrichtung: Siehe auch Aquaplaning Reifen mit laufrichtungsgebundenem Profil werden in der durch einen Pfeil gekennzeichneten Laufrichtung montiert. Sie bieten folgende Vorteile: Geringere Geräuschentwicklung, bessere Traktion bei Nässe, höhere Aquaplaningsicherheit. Gerade Hochleistungs-Breit- und Winterreifen werden immer häufiger als laufrichtungsgebundene Pneus konzipiert.

lbs: lbs (pounds) ist eine amerikanische Maßeinheit (Gewicht).
1 lb = 0,4536 kg
1 Kilogramm = 2,205 lb

Leichtlaufreifen: Siehe auch Rollwiderstand Reifen, der dank neuer Mischungstechnologien im Rollwiderstand deutlich optimiert wird. Das macht sich beispielsweise im geringeren Kraftstoffverbrauch bemerkbar.

Lichtschutzmittel: Ein Mittel, das dem Reifen zugesetzt wird, um ihn widerstandsfähiger gegen Ozon und UV-Strahlung zu machen.

Luftdruck: Der korrekte Luftdruck hat für die Laufleistung und Lebensdauer von Reifen sowie für die Fahrsicherheit entscheidende Bedeutung. Ist zu wenig Druck auf dem Reifen, kann es zu ungünstigen Druckverteilungen und Überhitzungen bis hin zur Gefahr des Reifenplatzens kommen. Zudem erhöht sich der Rollwiderstand, was zu einer Steigerung des Benzinverbrauchs führt. Regelmäßige Untersuchungen ergeben, dass nur etwa jedes vierte Auto mit ausreichendem Luftdruck unterwegs ist.


nach oben

M

Meilen: Meilen sind eine amerikanische Maßeinheit (Entfernung).
1 Meile = 1,609 Kilometer
1 Kilometer = 0,622 Meile

M+S: M+S bedeutet "Mud and Snow" (Matsch und Schnee). Diese anfangs besonders grobstolligen Reifen für winterliche Bedingungen und unbefestigten Untergrund wurden erstmals 1950 präsentiert.

Mindestprofiltiefe: Siehe auch Aquaplaning Für PKWs, LKWs und Motorräder gelten europaweit 1,6 mm Mindestprofiltiefe. Dieses Mindestmaß muss über die gesamte Reifenfläche eingehalten werden. Nähert sich ein Reifen dieser gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe, erhöhen sich der Bremsweg bei Nässe und die Aquaplaning-Gefahr. Bei einem Reifen mit Mindestprofiltiefe von 1,6 mm verdoppelt sich bei Aquaplaning der Bremsweg gegenüber dem eines neuwertigen Reifens. Zum Messen der Profiltiefe siehe Tread-Wear-Indikator TWI.
Achtung: Aus Sicherheitsgründen sollten Sommerreifen spätestens bei 2 mm, Breitreifen bei 3 mm und Winterreifen bei 4 mm Profiltiefe ausgetauscht werden.

Mischbereifung: Siehe auch Geschwindigkeitsklassen Wer unterschiedliche Größen, Fabrikate, Neu- und Gebrauchtreifen oder Sommer- und Winterreifen kombiniert, lebt gefährlich: Uneinheitliche Reaktionen der Reifen sorgen im Extremfall für ein unkontrollierbares Fahrverhalten. Gänzlich verboten ist im Normalfall die Montage unterschiedlicher Reifengrößen. Ausnahme im Pannenfall, wenn beispielsweise statt des Breitreifens nur ein schmaleres Ersatzrad oder ein Notrad (Herstellerhinweise beachten) zur Verfügung stehen.


nach oben

N

Nachschneiden: Nur bei Nutzfahrzeugreifen vorgesehen. Bezeichnet das einmalige Vertiefen der Profilrillen bis zum Profilgrund. Dies wird bei der Herstellung des Reifens konstruktiv berücksichtigt.

Nässeverhalten: Beim Bremsen auf Nässe muss der Reifen in der Lage sein, durch seine Gummimischung viel Wärmeenergie aufzunehmen.

Niederquerschnittreifen: Der Reifenquerschnitt beschreibt das Verhältnis von Flankenhöhe zu Laufflächenbreite. Der in den 20er Jahren übliche Ballonreifen mit einem Höhe-Breite-Verhältnis von fast 1 : 1 ist längst dem Niederquerschnittsreifen (bis zu 0,25 : 1) gewichen.

Notlaufeigenschaften: Besonderheit des Goodyear EMT: Der Reifen springt auch bei Druckverlust nicht von der Felge und erlaubt noch eine Restreichweite von bis zu 80 Kilometern bei einer Geschwindigkeit von max. 80 km/h - genug, um die nächste Werkstatt oder den nächsten Reifenhändler zu erreichen.

Notlaufreifen: Siehe EMT.

Notrad: Spezielle Räder, die genutzt werden können, um nach einer Reifenpanne kurze Strecken zurückzulegen. Es gibt zwei Arten von Noträdern: die schmalen Typen, meist kleiner als die Fahrbereifung, und die Falträder, die mit einem Kompressor aufgeblasen werden. Achtung: Das Fahren mit dem Notrad ist nur bis zu einer eingeschränkten Geschwindigkeit von meist 80 km/h erlaubt. Dieses Rad sollte nur kurzfristig benutzt werden, um Schäden am Achsdifferenzial der Antriebsachse zu vermeiden. Wenn möglich, sollte das Notrad auf eine nicht angetriebene Achse montiert werden.

Nullgrad-Abdeckung: Fadenverlauf des Gürtels exakt in Laufrichtung.

Nutzfahrzeugreifen: Reifen, die speziell für LLKWs, LKWs und Busse entwickelt werden. Die Prioritäten liegen in der Wirtschaftlichkeit und der hohen Laufleistung.


nach oben

O

Off-Road-Reifen: Siehe auch Geschwindigkeitsklassen Spezialreifen für den Einsatz im Gelände. Im Angebot sind Schlammwühler, Sandspezialisten, Alleskönner für Gelände und Straße mit M+S-Kennzeichnung, Winterreifen, aber auch Hochleistungsreifen für die Straße mit dem Speed-Index W (bis 270 km/h).


nach oben

P

Ply-Rating (PR): Siehe auch Tragfähigkeit Ply Rating ist eine veraltete Tragfähigkeitskennung für Reifen, die die Baumwollcord-Lagen im Reifenunterbau angab (8 PR = acht Lagen). Heute hat diese Angabe keine Bedeutung mehr.

Profil: Die aus Profil-Negativen (Rillen) und Profil-Positiven (Profilblöcken) bestehende Lauffläche dient der Drainage von Wasser oder Schneematsch - auf trockenem Untergrund böte ein profilloser Slick optimale Haftung.

psi: psi (pounds per square inch) ist eine amerikanische Maßeinheit (Reifenluftdruck).
1 psi = 0,0689 bar
1 bar = 14,504 psi


nach oben

Q

Querschnittsverhältnis: Siehe auch Zoll Relation zwischen der Höhe der Reifenflanke und der Breite des Pneus. Beispiel: Ein Reifen der Dimension 175/70 R 13 besitzt eine Breite von 175 mm, die Flankenhöhe beträgt 70 % der Breite, die letzten beiden Ziffern bezeichnen die Zollgröße (international).


nach oben

R

Radialreifen: Siehe auch Karkasse, Laufrichtung, Diagonalreifen Innerhalb der Karkasse liegen die gummierten Cordfäden in einer oder mehreren Lagen radial, also im rechten Winkel zur Laufrichtung. Davor waren Diagonalreifen üblich.

Radlast: Das Gewicht des Fahrzeugs, das auf dem Reifen lastet.

Regroovable: Regroovable bedeutet "nachschneidbar". Reifen dürfen nur nachgeschnitten werden, wenn sie auf der Seitenwand die Zusatzkennzeichnung "Regroovable" tragen.

Reibbeiwert: Siehe auch Schlupf Wert (µ), der nicht konstant ist, sondern in Abhängigkeit von der Temperatur, der Flächenpressung in der Aufstandsfläche, dem Schlupf und zahlreichen anderen Faktoren variiert.

Reibung: Ein Wert, der abhängig ist vom Gewicht des Körpers (genauer: von der Normalkraft, die senkrecht auf die Unterlage ausgeübt wird) von der Materialpaarung zwischen Unterlage (z. B. Straße) und der dort aufliegenden Körperseite (z. B. Reifen). Reibung bestimmt die Physik beim Autofahren: beim Anfahren, beim Beschleunigen, beim Bremsen (Längskräfte) und in Kurven (Quer- und Seitenkräfte).

Reifenalter: Siehe auch ECE-Kennzeichnung Das Reifenalter wird von zwei Faktoren bestimmt.Ozon aus der Atmosphäre dringt in geringen Mengen in den Reifengummi ein und beeinflusst die Schwefelverbindungen zwischen den Kautschukmolekülen. Der Gummi verliert an Elastizität. Speziell Reifen, die unbenutzt lagern, verhärten und verspröden. Es kommt dann zu haarfeinen Alterungsrissen. Sonne, Wind und Wetter, aber auch der Kontakt mit Fetten, Ölen und Chemikalien setzen Pneus zu. Siehe auch ECE-Kenzeichnung.

Reifenbeschriftung: Siehe ECE-Kennzeichnung.

Reifendruck: Siehe Fülldruck.

Reifengröße: Siehe auch Geschwindigkeitsklassen Die auf den Flanken angebrachten Bezeichnungen enthalten neben Angaben über Herstellungsdatum und Reifentyp auch Größenbezeichnungen: 175/70 R 13 T bedeutet eine Reifenbreite von 175 mm und ein Höhe-Breite-Verhältnis von 0,7 : 1. Das R steht für Radialbauweise, 13 ist der Felgendurchmesser in Zoll und T der Geschwindigkeitsindex.

Retread: Retread bedeutet "runderneuert". Bei einem runderneuerten Reifen wird ein "R" bzw. "Retread" auf der Seitenwand vermerkt.

Rollwiderstand: Siehe auch Walkarbeit Durch die Verformung (Walkarbeit) des Reifens entsteht Rollwiderstand. Konstruktionsziel ist es, einen möglichst geringen Rollwiderstand und somit einen geringeren Benzinverbrauch zu erreichen.

Runderneuerung: Siehe auch Vulkanisieren Als Runderneuerung bezeichnet man das Aufbringen eines neuen Laufstreifens auf einen alten Reifen. Die Reifen werden dabei entweder in Heizformen vulkanisiert (Heißerneuerung) oder in Autoklaven zusammengeheizt (Kalterneuerung). Jede Reifendimension hat dabei ihre eigene Heizzeit.

Run-Flat-Tire: Siehe Notfallreifen.


nach oben

S

Sägezahnbildung: Eine ungleichmäßige Abnutzung der Schulter-Profilblöcke führt zu einer Sägezahnbildung und einem Ansteigen des Geräuschpegels.

Schlauch: Siehe auch Karkasse, mit Ventil Beim Auswechseln der Reifen sollte bei Tube Types (Schlauchreifen) darauf geachtet werden, dass ein neuer Schlauch verwendet wird, da alte Schläuche ausgedehnt sind und sich in Falten legen können. Der Faltenwurf führt zu Unwuchterscheinungen und zum Scheuern des Schlauchs an der Reifeninnenseite.

Schlupf: Bezeichnet die Relativbewegung zwischen Fahrzeuggeschwindigkeit und Reifen-Umfangsgeschwindigkeit. 100 % Schlupf: Ein Rad dreht durch oder blockiert.

Schneeketten: Siehe auch Reifengröße Bei extremen Schnee- und Streckenbedingungen, die auch mit Winterreifen nicht mehr zu bewältigen sind, bieten Schneeketten die Möglichkeit, ans Ziel zu gelangen. Zehn Schneeketten-Tipps: Bei etlichen Breitreifen-Größen ist aus Platzgründen keine Kettenmontage möglich. Vor dem Kauf darauf achten, dass die Kettengröße mit der tatsächlichen Bereifung und der Felge kombinierbar ist. Kettenmontage auf jeden Fall zu Hause üben. Vorsicht bei der Kombination von Ketten und Leichtmetallrädern. Bei manchen Kettentypen ist eine Beschädigung der Felge möglich. Ketten immer auf die Antriebsräder montieren, bei Allradantrieb in der Regel auf die Vorderräder. Im Zweifel beim Fahrzeughersteller anfragen. Beim Fahren mit Ketten haben die kettenlosen Räder erheblich weniger Seitenführung und blockieren beim Bremsen früher. Mit Ketten die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h nicht überschreiten. Auf schneefreier Fahrbahn die Ketten möglichst sofort demontieren. Nach Gebrauch die Ketten mit heißem Wasser abspülen und trocknen lassen (auch Edelstahlprodukte). Für teure Ketten lohnt eine Reparatur beim Hersteller. Außerdem lassen sie sich auch auf andere Reifengröße anpassen.

Schnelllauffestigkeit: Die auf die Reifen wirkende Zentrifugalbeschleunigung ist extrem - bei 200 km/h beispielsweise beträgt sie die tausendfache Erdbeschleunigung. Deshalb beschichten die Hersteller den Gürtelcord mit Kautschuk, um später einen festen Verbund mit dem Gummi zu erreichen. Die Stahlgürtel werden außerdem mit mehreren Nylonabdeckungen versehen.

Schräglaufwinkel: Der Schräglaufwinkel bezeichnet den Unterschied zwischen der Stellung des Rades und der tatsächlichen Fahrtrichtung. Ein großer Schräglaufwinkel erfordert also einen starken Lenkeinschlag, um die Richtungsänderung zu bewirken. Je steifer der Reifenaufbau, desto geringer ist dieser Winkel und desto sicherer das Fahrverhalten - jedoch auf Kosten des Komforts.

Schwefel: Neben vielen anderen Chemikalien besitzt elementarer Schwefel eine wichtige Funktion: Erst durch seine Beimischung vernetzen sich während der Vulkanisation die langen Molekülketten des Kautschuks - aus plastisch-klebrigem Material wird elastischer Gummi.

Schneeflockensymbol: Siehe auch M+S Neuer Standard der Industrie zur einfachen Identifizierung von Reifen mit geprüften Wintereigenschaften. Mit der offiziellen Stempelung - die nur in Kombination mit der M+S Markierung erfolgt - wird eine klare Abgrenzung zu M+S-markierten Sommer- bzw. Ganzjahresreifen erreicht.

Seitenwand: Auf der Seitenwand befinden sich sämtliche Reifeninformationen. Um Schäden zu vermeiden, kann sie außen mit einer Felgenschutzleiste versehen werden. Beim forschen Überfahren von Bordsteinkanten können die eingearbeiteten Karkassefäden gequetscht werden und entweder sofort oder später brechen.

Selbsttragende Reifen: Siehe auch Karkasse Alle selbsttragenden Produkte verfügen über einen verstärkten Unterbau, veränderte Karkassen und Gürtel sowie versteifte Seitenwände und Wulstzonen. Seit 1994 hat Goodyear selbsttragende Reifen unter der Bezeichnung EMT (Extended Mobility Tire) im Sortiment.

Severe Snow Symbol: Siehe Schneeflockensymbol.

Silica: Siehe auch Rollwiderstand, Laufleistung Die gefällte Kieselsäure Silica ermöglicht in Verbindung mit einer speziellen Kautschuksorte einen um bis zu 20 % verringerten Rollwiderstand, ein gutes Nässeverhalten und eine hohe Laufleistung.

Slick: Profilloser Rennreifen.

SmartTRED: Das SmartTRED-Konzept gewährleistet exzellente Traktion im Winter und optimale Haftung im Sommer. Die neue Technologie verbindet unterschiedlichste Reifeneigenschaften miteinander. Die Kombination von stabilen Schulterblöcken, einer stark lamellierten Mitte und einer besonderen Bodenaufstandsfläche sorgt für die selbsttätige und flexible Anpassung des Reifens - z. B. Vector 5 - an wechselnde Fahrbahnbedingungen.

Sommerreifen: Siehe auch Temperaturen Ein Reifen für trockene Straßen, hohe Temperaturen, relativ hohe bis sehr hohe Geschwindigkeiten mit entsprechenden Temperaturbelastungen sowie feuchte und nasse Fahrbahnen.

Speed-Index SI: Siehe Geschwindigkeitsklassen.

Spikes: Spikes (Nägel) dienten bis 1975 als mechanische Traktionshilfe am Reifen. Diese Art von Reifen darf heutzutage nur noch mit Einschränkungen in skandinavischen Ländern gefahren werden.

Stahlgürtel: Siehe Gürtelreifen.

Spur: Abstand zwischen den Reifenmitten einer Achse. Kann zwischen Vorder- und Hinterachse differieren.

Sturz: Siehe auch Tragfähigkeit Unter Sturz versteht man die Neigung eines Rades bzw. seiner Mittellinie gegenüber der Senkrechten zur Fahrbahn. Ist das Rad oben nach außen geneigt, dann ist der Sturz positiv (+); bei oberer Neigung des Rades nach innen ist der Sturz negativ (-). Dadurch werden die Reifenaufstandsflächen einseitig (innen oder außen) belastet, wodurch sich die Tragfähigkeit der Reifen reduziert.

Schlauchlos: Diese Reifen sind an der Reifenbezeichnung tubeless zu erkennen.


nach oben

T

Temperaturabhängigkeit: Siehe auch Schlupf, Reibbeiwert Die Reifentemperatur hat neben Schlupf und Schräglaufwinkel einen erheblichen Einfluss auf den Reibbeiwert. Bei kälteren Temperaturen ist der Reibungskoeffizient eher niedrig, er steigt mit zunehmenden Temperaturen. Steigt die Betriebstemperatur weiter, fallen Reibbeiwerte und damit die übertragbaren Kräfte gleichermaßen wieder ab.

Temperaturen: Siehe auch Reibbeiwert, Luftdruck Der Reibwert von Kautschuk ist temperaturabhängig. Damit ein Sommerreifen optimal arbeitet, ist eine Betriebstemperatur von 50 bis maximal 90 °C ideal. Überhitzt der Pneu - etwa durch zu geringen Luftdruck -, löst sich seine Struktur auf.

Tragfähigkeit: Siehe auch Lastindex Eine mehrstellige Zahl auf der Reifenflanke, der so genannte "Load-Index", gibt Auskunft über die Tragfähigkeit, die je nach Fahrzeuggewicht bei gleicher Reifengröße variiert - zum Beispiel für Kleinwagen, Mittelklasselimousinen oder Transporter.

Tread-Wear-Indikator TWI: Auf dem Profilgrund der Lauffläche sind Abriebindikatoren integriert und bilden bei 1,6 mm Restprofiltiefe im Profilgrund schmale, durchgehende Stege. Die Lage dieser Indikatoren ist ganz oben auf der Seitenwand - je nach Reifenhersteller - durch Dreiecke, die Buchstabenkombination TWI (Tread-Wear-Indikator) oder kleine Firmensymbole gekennzeichnet.


nach oben

U

Übersteuern: Fahrverhalten, bei dem die Hinterreifen vor den Vorderreifen die Haftung verlieren: Das Auto bricht mit dem Heck aus und dreht sich im Kurvensinne ein.

Ultra-High-Performance-Reifen: Siehe High-Performance-Reifen.

Umrüstung: Hier spricht man vom Ersetzen der Serienbereifung durch breitere Reifen und Felgen in eindrucksvoller Optik.

Untersteuern: Fahrverhalten, bei dem die Vorderreifen vor den Hinterreifen die Haftung verlieren: Das Auto rutscht geradeaus in tangentialer Richtung zum Kurvenradius.

Unwucht: Bereits minimale Schwankungen in der Materialdichte oder andere Einflüsse bewirken geringfügige Ungleichgewichte innerhalb des Reifens. Bei der Drehbewegung entstehen dadurch Unwuchten, die durch Gegengewichte an der Felge ausgeglichen werden können.


nach oben

V

Vector: Produktname der innovativen Goodyear-Ganzjahresreifenpalette.

Ventil: Man unterscheidet zwei Arten von Ventilen: Gummiventile, die das Felgenloch selbst abdichten. Schraubenventile, die zum Abdichten einen Dichtring verwenden. Achtung: Ventile sind sehr empfindlich gegen Schmutz, Staub und Feuchtigkeit. Deshalb sollte das Ventilkäppchen immer fest aufgeschraubt sein.

Verschleiß: Der Verschleiß ist von der Reifenalterung und vom Fahrbetrieb abhängig. Die Reifenhaltbarkeit wird vom Fahrstil, der Beladung des Fahrzeugs, den Streckenverhältnissen und der Pflege (Luftdruck) bestimmt. Bei gleichem Fahrzeug- und Reifentyp sind Leistungsdifferenzen von einigen tausend Kilometern möglich.

Verzahnungseffekt: Siehe auch Winterreifen Damit sich Winterreifen förmlich in den Schnee "beißen", verfügen sie über lamellenartige Kanten und Rillen, die den Schnee zu einer "Zahnschiene" pressen. So entsteht eine Verzahnung von Reifen und Fahrbahn.

Vulkanisieren: Letzte Station der Reifenproduktion. In der Vulkanisationspresse erhält der Reifenrohling nicht nur sein endgültiges Gesicht, hier verbinden sich auch die einzelnen Reifenkomponenten durch die gezielte Steuerung von Druck und Temperatur bei exakten Zeitvorgaben und werden zu elastischem Gummi. Dies geschieht bei rund 165 bis 200 °C und einem Druck von 12 bis 24 bar in etwa 9 bis 17 min.


nach oben

W

Walkarbeit: Siehe auch Rollwiderstand Das periodische Einfedern des Reifens bewirkt seine Verformung - die so genannte Walkarbeit, die Hitze freisetzt und Rollwiderstand verursacht. Ist der Luftdruck zu gering, überhitzt der Reifen durch ein zu hohes Maß an Walkarbeit.

Wasserverdrängung: Auf nasser Oberfläche müssen die Positiv-Blöcke des Reifens das Wasser durch die Drainagerillen abführen. So werden beispielsweise bei 80 km/h bis zu 25 l Wasser pro Sekunde kanalisiert (bei 100 km/h bis zu 31 l, bei 120 km/h bis zu 37 l, bei 140 km/h bis zu 43 l usw.)

Winterreifen: Siehe auch Lamellen Neben einem speziellen Profil mit Lamellen und einer größeren Zahl von Negativ-Blöcken für gute Bodenhaftung bestehen Winterreifen aus speziellen Kautschukmischungen, damit die Lauffläche nicht bei kalten Temperaturen verhärtet.

Wrangler: Goodyear-Produktfamilie für Geländewagen-Pneus.

Wulst: Der Wulst - bzw. der Innenring der Reifenflanken - enthält einen oder mehrere Drahtkerne und hat die Aufgabe, für den sicheren Sitz des Reifens auf der Felge zu sorgen.


nach oben

Z

Zoll: Zoll ist eine amerikanische Maßeinheit (Entfernung).
1 Zoll = 25,4 Millimeter