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Autoreifen wechseln: Anleitung und Tipps zum Reifenwechsel

Der Reifenwechsel gehört zu den Pflichten eines jeden Autofahrers. Mit der Umstellung von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt stellen Sie die bestmögliche Straßenlage Ihres Fahrzeugs zu jeder Jahreszeit sicher. Spätestens bei einem Platten oder einer nicht mehr ausreichenden Profiltiefe müssen auch Fahrer mit Ganzjahresreifen Ihre Pneus wechseln. Im Folgenden erfahren Sie, wann und wie Sie Ihre Reifen wechseln sollten, ergänzt um eine praktische Anleitung.


Inhalt:

  1. Wann sollten Reifen gewechselt werden?
  2. Wie oft sollten Reifen gewechselt werden?
  3. Was kostet das Wechseln von Autoreifen?
  4. Reifen wechseln: Alle Schritte im Überblick

Wann sollten Reifen gewechselt werden?

Den regulären Reifenwechsel sollten Sie von den Jahreszeiten und dem Wechsel der Witterung abhängig machen. Die Faustformel für Winterreifen heißt dabei "von O bis O", gemeint ist von Oktober bis Ostern. Hierbei helfen Ihnen die Erfahrungen mit der Eis- und Schneewahrscheinlichkeit in Ihrer Wohnregion. Während in Alpennähe ein Wechsel auf Winterreifen früh im Jahr sinnvoll ist, können Sie im Flachland in milden Wintern manchmal sogar auf Winterpneus verzichten.


An welchen Spuren erkennt man, wie oft Reifen gewechselt werden sollten?

Neben dem saisonalen Reifenwechsel ist ein Austausch unverzichtbar, wenn die Profiltiefe Ihrer Reifen nicht mehr ausreicht. Der Gesetzgeber schreibt ein Mindestprofil von 1,6 mm vor, Werkstätten und Automobilverbände empfehlen aus Sicherheitsgründen wenigstens 3,0 bis 4,0 mm. Ob Ihre Reifen die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe aufweisen, finden Sie mit professionellen Messgeräten oder einem 1-Euro-Stück heraus. Führen Sie dieses einfach in eine Rille des Reifenprofils ein. Ist der goldene Rand der Münze nicht sichtbar, weist der Pneu noch ausreichend Profil auf. Ansonsten sollten Sie Ihre Autoreifen wechseln. Unabhängig hiervon sollten Sie einen regelmäßig Blick auf den Zustand Ihrer Reifen werfen. Kleine Risse und Schäden müssen nicht sofort für einen Platten sorgen, sind über Wochen hinweg jedoch oft für einen schleichenden Luftverlust verantwortlich. Besonders häufig gilt dies nach der monatelangen Einlagerung Ihrer Reifen im Keller oder einer Werkstatt. Meist stellt sich erst beim Reifen wechseln heraus, dass einer der Autoreifen nicht mehr tauglich ist.


Wie oft sollten Reifen gewechselt werden?

Bei einem Platten oder anderen Schäden ist die Notwendigkeit eines sofortigen Wechsels klar. In sonstigen Fällen kommt es auf die Abnutzung an, also die pro Jahr mit den Reifen gefahrenen Kilometer. Bei einer gemäßigten Nutzung von wenigen Tausend Kilometern und der Investition in Markenreifen lassen sich diese bis zu fünf Jahre nutzen. In den meisten Fällen reicht die oben beschriebene Profilprüfung aus, um herauszufinden, ob Ihre Reifen diese Saison gewechselt werden sollen oder dies noch Zeit hat.


Was kostet das Autoreifen wechseln?

Freie Werkstätten bieten Ihnen den Reifenwechsel eines kompletten Reifensatzes für ca. 20 Euro an. Durch die spezielle technische Ausrüstung der Werkstätten ist der Wechsel in weniger als einer halben Stunde erledigt. Vertragswerkstätten nehmen für diesen Service etwas mehr. Natürlich können Sie auch Ihre Reifen selber wechseln. Hierbei investieren Sie Zeit und Mühen, sparen sich jedoch die Geldausgabe.


Reifen wechseln: Alle Schritte im Überblick

Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie einen Reifen selber wechseln und so beispielsweise einen Platten beseitigen. Die Anleitung funktioniert natürlich auch für den regulären Sommer- bzw. Winterreifenwechsel und muss lediglich für alle Räder wiederholt werden:

    • Zur Vorbereitung Ihres Autos stellen Sie dieses auf einer möglichst ebenen Fläche ab, ziehen die Handbremse an und legen den ersten Gang ein, bei Automatik-Fahrzeugen wählen Sie den Park-Modus "P".

 

    • Legen Sie sich Ihr Ersatzrad und Werkzeug wie den Radmutterschlüssel griffbereit beim zu wechselnden Rad ab. Entfernen Sie eventuell aufgesetzte Radkappen des Reifens und lösen Sie anschließend mit dem Schlüssel jede der Radschrauben leicht. Eine der Muttern fungiert häufig als Radschloss, für diese müssen Sie einen speziellen Aufsatz auf den Radmutterschüssel montieren.

 

    • Setzen Sie nun den Wagenheber am richtigen Ansatzpunkt Ihres Fahrzeugs an und erhöhen Sie dieses hierdurch einseitig. Die Anleitung Ihres Fahrzeugs zeigt Ihnen, wo sich die geeigneten Ansatzpunkte für den Wagenheber befinden. Hiernach können Sie die leicht gelösten Muttern des Rades vollständig lösen und das beschädigte Rad abnehmen. Legen Sie dieses an einem sicheren Ort ab, beispielsweise unter Ihrem Fahrzeug.

 

    • Setzen Sie jetzt Ihr Reserverad in gleicher Weise auf und befestigen Sie dieses mit Ihren Radmuttern. Ziehen Sie keine der Muttern direkt fest, sondern sorgen Sie lediglich für einen leichten Halt aller Muttern. Sind alle grob angebracht, lassen Sie das Fahrzeug über den Wagenheber wieder herunter. Hiernach ziehen Sie die Radmuttern richtig fest, wobei Sie für eine gleichmäßige Verteilung der Spannung "über Kreuz" vorgehen.

 

    • Verstauen Sie das beschädigte Rad und Ihr Werkzeug wieder sicher und griffbereit im Kofferraum. Die erste Fahrt mit Ihrem neu montierten Reifen sollte zu einer Tankstelle gehen. Hier prüfen Sie den korrekten Reifendruck nach, der gerade bei jahrelang im Kofferraum mitgeführten Ersatzrädern zu niedrig ist. Außerdem sollten Sie nach spätestens 50 Kilometern alle Radmuttern noch einmal nachziehen.

 

  • Abschließender Tipp: Nicht immer sind die Radmuttern von Stahl- und Alufelgen zueinander kompatibel. Eventuell müssen Sie deshalb einen gesonderten Satz Radmuttern zusammen mit Ihrem Ersatzreifen mitführen.

 

 

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