Reserverad anbringen: So wechselst du das Rad bei einer Reifenpanne
Jeden Autofahrer kann es einmal erwischen: eine Reifenpanne. Vor allem, wenn man außerorts unterwegs ist, wissen viele nicht, was zu tun ist. Wir geben dir nützliche Tipps und eine Anleitung, wie du in einem solchen Fall am besten reagieren solltest und wie du ein Reserverad sicher anbringst.
Richtig reagieren bei einem geplatzten Reifen
Bemerkst du, dass dir ein Reifen geplatzt ist, solltest du nicht abrupt abbremsen. Versuche ruhig zu bleiben und rolle mit eingeschaltetem Warnblinker auf den Standstreifen oder einen anderen möglichst sicheren Standplatz. Wenn du Mitfahrer dabei hast, lass diese zur fahrbahnabgewandten Seite aussteigen.
Ziehe eine Warnweste über und gib auch allen Beteiligten eine, um für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar zu sein. Stelle nun ein Warndreieck ca. 150 m hinter dem Fahrzeug auf. Solltest du in einer Kurve stehen, solltest du das Warndreieck bereits vor Beginn der Kurve aufstellen.
Reserverad anbringen: So geht’s
- Ziehe die Handbremse an und lege den ersten Gang ein. Bei Automatikwagen stellst du den Hebel auf „P“.
- Ein Blick in die Bedienungsanleitung gibt Aufschluss darüber, wo der Wagenheber untergebracht ist und ob ein Notrad vorhanden ist.
- Lege Werkzeug und Ersatzrad bereit.
- Sofern eine Radkappe vorhanden ist, hebele diese mit dem spitzen Ende des Radmutternschlüssels ab.
- Löse die Radmuttern vorerst nur eine halbe Umdrehung.
- Setze den Wagenheber an. Dabei solltest du die Hinweise auf dem Aufkleber beachten.
- Hebe das Fahrzeug an, bis die Montagehöhe erreicht ist, um das Reserverad anzubringen.
- Nun schraubst du die Radmuttern komplett ab.
- Entferne den beschädigten Reifen.
- Setze jetzt das Reserverad auf und ziehe die Radmuttern handfest an.
- Lass den Wagen wieder herab.
- Ziehe die Radmuttern über Kreuz nochmals nach.
- Verstaue die genutzten Werkzeuge und den kaputten Reifen im Wagen und sammle das Warndreieck ein.
- Suche eine Tankstelle auf, um den Luftdruck zu prüfen, und tausche den beschädigten Reifen so schnell wie möglich aus.
Für die Sicherheit unverzichtbar
Richte dich bei der Montage und dem richtigen Anzugsdrehmoment nach den Vorgaben in der Bedienungsanleitung. Solltest du ein Sonderrad besitzen, stehen alle wichtigen Informationen im Datenblatt der Betriebserlaubnis. Bei Noträdern werden von den Herstellern oft spezielle Anzugsdrehmomente festgelegt.
Du solltest darauf achten, nur intakte Radschrauben oder Radmuttern zu nutzen. Nach einer Fahrstrecke von ca. 50–100 km solltest du deinen Reifen beziehungsweise die Radmuttern noch einmal überprüfen.
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Autorenhinweis
Geschrieben von Pierre Bonse
Freier Texter & Fachredakteur
Pierre Bonse schreibt für die Goodwheel Themengarage über Reifen, Räder, Fahrzeugtechnik und Mobilität. Seine Beiträge verbinden sorgfältige Recherche mit verständlichen Erklärungen und praktischen Tipps rund um Reifenkauf, Fahrzeugpflege und Sicherheit.
Schwerpunkte: Reifen-ABC, Reifen & Felgen, Reifentests, Kfz-Wissen
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